Namensgebung

Wees im Besitze eines Herrn Boll; Der Name Boll existierte schon um ca. 1400 in der Rütner Rhode. Um ca 1800 wurden schon Gäste in der Sennhütte auf der Bollenwees mit Milch, Kaffee und Tee bewirtet.

 

Chronologie

1903

wurde die Alp aus der Erbmasse Joh. Koller (Chüechlimoos) zum Preis von Fr. 25'000.- von einer beauftragten Dreierdelegation der Korporation Eugst ersteigert. Da kein einheimischer Käufer an der Gant war, war es im Sinne der Korporation, die Bollenwees nicht an einen ausserkantonalen Eigentümer zu vergeben. An der nächsten Eugst-Versammlung waren einige scharfe Gegner anwesend für den Kauf der Bollenwees. Die Befürworter entlasteten danach die Korporation Eugst mit dem Kauf und gründeten eine Genossenschaft. Die Alp wurde verpachtet mit folgender Bedingung:Bewirtung aller dort zukehrenden Gästen, wenigstens mit Milch und Kaffee soweit möglich und zu anständigen Preisen. Ebenso die Bereitstellung eines Heulagers, wofür ein Schlafgeld von 50 Rappen bezogen werden durfte.

1916

konnte unter harten Bedingungen ein neues Gasthäuschen für ca. 30 Personen erstellt werden. Die Bausumme betrug Fr. 4715.60 und 344 Fronstunden von den Anteilhabern.

1937

am 21. November fiel das kleine Gasthaus nachdem eingebrochen wurde einem Brand zum Opfer.

1938

wurde auf dem heutigen Standplatz von Baumeister Hersche ein grosszügiger Neubau erstellt, der sich während rund 50 Jahren für unseren Tourismus bestens bewährte. Alp- und Gastwirtschaftsbetrieb wurden neu getrennt verpachtet.

1964/66

wurde der Saumweg Brühltobel - Bollenwees für Motorfahrzeugtransport ausgebaut.

1972

ist der Neubau Motorenhaus mit zwei Dieselgeneratoren, Batterien und Wechselrichter ralisiert worden. Totale Neuinstallation der Stromversorgung im ganzen Betrieb.

1982

Neubau einer biologischen Kläranlage.

1986

wurde das heimelige Gasthaus saniert und mit einem angegliederten Zweitbau den heutigen Bedürfnissen angepasst. Nach einer Bauzeit von 13 Monaten fand am 8. Juli 1987 die Einweihung statt.

1999

 

 

im September wurde am Sämtisersee mit den Grabarbeiten für den Abwasserkanal und die Stromversorgung begonnen. Im Brühltobel wurden sogleich die zwei steilen Strassenstücke "Hädeli" und "Plattenbödelistich" um 10% Gefälle entschärft. Am 31. Oktober 2000 feierten wir erstmals das Licht aus der Quelle des Elektizitätswerkes Appenzell.

2001

sind die Abwasser-Pumpwerke Bollenwees und Sämtis fertiggestellt. Im Sommer wurde das weitsichtige, und gelungene Projekt einer sauberen Energieversorgung und Abwasserentsorgung in Betrieb genommen.

2010/11

Mit Baubeginn im August 2010 wurde das Projekt Strukturverbesserung, und Sanierung des Berggasthaus Bollenwees nach langjährigen Vorarbeiten definitiv gestartet, und Ende Juli 2011 abgeschlossen. Die Hauptanliegen Brandschutz, sanitäre Infrastruktur, Arbeitsabläufe, zeitgemässe Unterkunft für Gäste, Mitarbeiter und Wirtefamilie, wurden mit neuster Technik wie Sonnenkollektoren und Wärmerückgewinnung ergänzt und verwirklicht. Die 2010 neu strukturierte Bollenwees GmbH hat mit enormen Investitionen ein weitsichtiges und gelungenes Projekt realisiert.

Pächter

1943 - 1972

Familie Josefina und Martin Dörig-Inauen

1973 - 2003Familie Theres und Röbi Manser-Dörig
ab 2004

Familie Monika und Thomas Manser-Barmettler